
Wir können uns noch gut erinnern, als in den frühen 80ern das erste "Riesen" Schlauchboot auf der Saalach gesichtet wurde. Es hatte sich nämlich im Kraftwerkswehr in St. Martin verkeilt und musste mit Seilen wieder flott gemacht werden. Was wollen die denn...? War die erste Reaktion und keiner von uns wusste davon, dass es in Amerika schon längst als Freizeitaktivität etabliert war.
Das englische Wort Raft bedeutet Floß- flössen und nimmt Bezug auf die gewaltigen Holztransporte im weiten Kanada, wo das Holz zusammengebunden wurde und auf dem teilweise sehr gefährlichen Wasserwege zu den Sägewerken geflößt wurde.
Viel später erst kamen aufblasbare Militärboote ins Spiel, mit denen die bekannt großen Flüsse wie dem Colorado mit seinen enormen Wassermassen bezwungen wurden.
Die amerikanischen Soldaten waren es auch, die während ihres NATO Aufenthaltes dann diese Rafts auf den Alpenflüssen erstmals testeten und dabei schnell erkannten, dass die Größe der Boote (bis zu 20 Personen Tragfähigkeit) für die im Verhältnis viel kleineren Flüssen in Mitteleuropa nicht geeignet waren.
Als Motion mit dem Rafting begann (damals noch unter "Saalachtaler Wildwasserschule") verwendeten wir noch Schlauchboote, die eigentlich für den Betrieb auf Seen gebaut wurden. Dementsprechend anfällig waren die Materialen und die Stabilität ließ auch sehr zu wünschen übrig. Damals war es für uns und die Gäste ein Spaß, wenn auch manchmal mit kritischen Situationen.
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Die Entwicklung machte rasche Fortschritte und so dauerte es nicht lange und die aktuellen Modelle wurden konzipiert und bewähren sich im täglichen Einsatz.
Raftkonstruktion:
Derzeit verfügen wir über 11 Rafts von drei verschiedenen Herstellern. Die Unterschiede liegen geringfügig in der Form, Größe, Dicke des Materials und im Lenzsystem.
Das Lenzsystem besteht aus mehreren Öffnungen am Rand des Bodenschlauches und ist zuständig für das Entleeren des Bootes während der Fahrt. Bei den ersten Modellen wurden noch Eimer mitgeführt, mit denen das Wasser, das durch größere Wellen in das Boot schwappt, wieder hinausgeschöpft wurde.
Achtung: Auf die eigenen Zehen ist besonders aufzupassen, weil manchmal die kleinen österreichischen Alpen Pyrahnas durch die Lenzlöcher in das Boot schwimmen. U. a. werden aus diesem Grund auch beim Raften Neoprenschuhe getragen, weil durch den intensiven Geruch die Pyranhas abgeschreckt werden - aber es könnte ja doch mal passieren
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